Geri Kühne, Heb am


Geri Kühne darf ohne zu übertreiben, als Urgestein der Benkner Fasnacht bezeichnet werden. Als Begründer der Rätschi Wiber am 11.11. 11 Uhr 11 im Jahre 1971 war er nicht nur Mitsänger dieser Kliggä, sondern auch Textverfasser von Schnitzelbanken und Söngs bis zum Jahre 1990.

Während 49 Jahren gab er zudem auch dem Kostümball mit seinen bekannten Tschämpien-Reden, durch welche jeweils der neue Tschämpien bekannt gegeben wurde, ein besonderes Gepräge. Diese Fasnachts-Poesie war besonders spannend, da der Zuhörer einige Male in die Irre geführt wurde und erst zum Schluss genau wusste, wem nun wirklich der Titel zustand. Geri war ein unermüdlicher Schaffer "hinter den Kulissen" der Benkner Fasnacht mit heissem Draht zum 11er-Rat. Am 49. Kostümball stand er zum letzten Mal in der Bütt und hat in gekonnter Manier den 50. Tschämpien ernennt. Gleichzeitig gab er damals seinen Abschied als «Heb am» bekannt. Mit anhaltendem Applaus wurde ihm für seine jahrzehntelange Tätigkeit für die Benkner Fasnacht gedankt. Er hat vieles, was heute zur Benkner Fasnachtstradition gezählt werden darf, mitinitiiert und stark mitgeprägt.

Der Ehrentschämpien ist wenige Tage vor dem 11.11.2022 verstorben. Wir werden seinen unermüdlichen Einsatz für unsere Fasnacht und seine einzigartigen Tschämpien-Reden in bester Erinnerung behalten. Danke für alles, lieber Geri.

Heb am = Geburtshelfer für die Tschämpien