Rätschi Wiber

Kontakt: Geri Kühne, Büchelstrasse 21, 8717 Benken, 055 283 34 43



Die Rätschi Wiber, am 11.11.1971 von Geri Kühne gegründet, sind die älteste Fasnachtskligge Benkens. Gründungsmitglieder waren neben Geri Kühne der damalige Männerchordirigent Leo Scherrer und die Sänger Hübi Schwitter, Guido Fäh, Franz Frick, Karl Strassmann, Xävi Schnider, Franz Schmucki, Chläus Wick und Fred Jud. Die Rätschi Wiber sangen erstmals an der Fasnacht 1972 mehrstimmige Schnitzelbängg. Ab 1974, als erstmals ein Kostümball über die Rösslibühne rollte, lieferten die Rätschi Wiber Jahr für Jahr nicht nur Schnitzelbängg, sondern auch Rätschi-Söng. Alles, was in Benken, in der Schweiz und in der weiten Welt passierte und in Versform in Schnitzbängg verarbeitet werden konnte, wurde in Texte zu aktuellen Schlager- und andern Melodien verpackt. Die Söng wurden von den Pianisten Uwe Schröder und Claudio Gmür begleitet, die aufgrund ihrer hervorragend ausgeübten Funktionen ebenfalls zu Rätschi Wibern wurden. Die Helgen für die Schnitzelbängg zeichnete und malte Lehrer Paul Hardegger. Er wurde später Ehrenmitglied der Rätschi Wiber. Emil Hofstetter (Fönsä Mili) trug während Jahren die Helgen (den Stecken mit den Zeichnungen) von Beiz zu Beiz.

Musikauswahl und Texte lieferte Geri Kühne, Claudio Gmür und Uwe Schröder oblag die musikalische Leitung.

Obwohl die Rätschi Wiber immer wieder Anfragen erhielten, sangen sie, mit einer Ausnahme bei einem Anlass der Schällägoggizunft aus Rapperswil nur an der Bänggner Fasnacht, was die Gruppe speziell machte.

Die Rätschi Wiber treffen sich noch immer jeweils am 11.11. um 11.11 zu ihrer Generalversammlung, in deren Mittelpunkt einerseits die Aktivitäten des bevorstehenden Jahres stehen. Sie beschränken sich heute auf zwei, drei Zusammenkünfte geselliger Art, weil an der Fasnacht nur noch Rätschi Leo als Pensionär und Rätschi Geri als Tschämpien-Redner in die Bütt steigen, die Gruppe sich ansonsten aber vom aktiven Singen auf der Bühne zurückgezogen hat.

An der GV geht es allerdings nach wie vor hoch zu und her, besonders im Traktandum Wahl der Stimmenzähler, wenn grundsätzlich nur abwesende Persönlichkeiten aus aller Welt vorgeschlagen und gewählt werden dürfen. Camilla und Charles schafften es schon an eine Rätschi-GV, längst bevor sie ein Paar waren, die immer wieder geforderte Monika Kälin dagegen war samt Fritz Künzli physisch an einem Rätschi-Anlass zugegen, ebenso wie die Ehrengäste Bruder Xaver Lenherr, Ehrenbürger Albert Glaus, Nationalrat Sepp Kühne oder Schwinger Kurt Schneiter. Vom «abgewählten» deutschen Vizekanzler und Aussenminister Joschka, den man gerne zum Stimmenzähler gewählt hätte, bekamen die Rätschi jedoch kurz vor der 35. Generalversammlung eine Absage. Fischer: «Vogelgrippe».