Türggä-Buzzi

Kontakt: Daniel Glaus, Breitenstrasse 9, 8717 Benken, 055 283 44 77 


«Aus einer kleinen, scheinbar nebensächlichen Fasnachtsidee – wie viele einmal irgendwo am Biertisch geboren – kann mitunter etwas Grosses werden.», war im «Gasterländer» am 9. Februar 1978 zu lesen. «Die neu gegründete Türggä-Buzzi-Kliggä hat sich etwas einfallen lassen, um auch die Kinder an einem zünftigen Abschluss der tollen Fasnachtstagen teilhaben zu lassen.»

Diese Bieridee entstand nach einer Turnprobe des Turnvereins und hat sich bis heute bewährt. «Ebe eso» wie 1978 wird der Türggä-Buzzi heute noch durch die Schulkinder am Schmutzigen Donnerstag auf die Gemeindehauskanzel gehievt. Da steht er jeweils bis am Fasnachtsdienstag. Nach der Suppälöfflätä wird er dann von der Kanzel genommen, im Drägglizug ums Dorfdreieck gefahren und anschliessend durch den amtierenden Tschämpien in Brand gesetzt.


Was bedeutet Türggä-Buzzi?

Türggä bedeutet soviel wie Mais auf «guet Bänggnerisch». Der Buzzi, eine fasnächtliche Gestalt, wird aus Maisstroh hergestellt. Der Türggen stammte früher aus dem von der Ortsgemeinde gepachteten Garten der Kliggä im Fischbach. Diese Tradition wurde dann aber im Laufe der Jahre abgeschafft.

Die heute aktive Kliggä ist bereits die vierte Generation Buzzis. Die Gründer übergaben die Kliggä nach etwa 3 Jahren an die heutigen Glissers. Diese führten die Türggä-Buzzi-Tradition bis ans Ende des letzten Jahrtausends weiter. 2001 übergaben sie dann das Zepter einigen jungen Burschen, die die fasnächtlichen Aktivitäten dann während 13 Jahren mit viel Freude nacheiferten. Die damalige Türggä-Buzzi Kliggä hat unter anderem mit dem einen oder anderen Umzugs-Sujet für bleibende Erinnerungen gesorgt. Heute nehmen diese Männer weiterhin gemeinsam als Kliggä unter dem Namen Walter an der Fasnacht teil. Seit 2013 tragen die heutigen Buzzis den rund 40-jährigen Fasnachtsbrauch weiter.

In der Amtszeit der heutigen Glissers wurden einige Dinge eingelebt, die heute zur Tradition der Türggä-Buzzi-Kliggä gehören: So ist der Gümpeli-Mittwoch ein wichtiger Tag im Kalender jedes Buzzis. Am Abend vor dem Schmutzigen Donnerstag werden jeweils sehr intensiv die letzten Vorbereitungen für den Aufzug am andern Morgen vorgenommen. Seit dem Tag an dem die Glissers das Zepter übernommen hatten, ist kein weibliches Wesen mehr in die Kliggä aufgenommen worden.

Die Türggä-Buzzi-Kliggä ist ausserdem während der ganzen Fasnachtszeit sehr aktiv. So wird in der Vorfasnachtszeit an mehreren Samstagen der Umzugswagen für den Fasnachtsumzug Benken gebaut. Am Samstag vor dem SchmuDo verkleidet sich der eine oder andere Buzzi zusammen mit anderen Fasnächtlern und jagen die «Goofä» durch die Strassen und Quartiere von Benken, wenn diese «nachärüefet»: «Süühund, Häx-Häx-Häx, d Schnürrä vertätscht, – is Chämi ufä hänggä – nümä draadänggä! Uusziäh, uusziäh!» Dieses «Häxnä» gibt fasnatürlich auch Durst. Diesen löschen die Türggä-Buzzi gerne mit einem Martini.